Die Antisemitismus-AG der Gruppe Subcutan beschäftigt sich gerade mit dem aktuellen Umgang der hiesigen Linken mit dem Nahostkonflikt und dem darin sich ausdrückenden Antisemitismus. Vor allem die wiederauflebende Palästina-Solidarität ist aus unserer Sicht von den Denkmustern des Antizionismus und Antiimperialismus der deutschen Linken aus den 70er Jahren geprägt.
Hier findet Ihr:
Unser Kritikpapier
"Solidarität mit Palästina?" - so nicht!
- Zum Antisemitismus in der deutschen Linken" vom 25.04.2002
Zum downloaden: [rtf-format] [pdf-format]
Dies ist eine überarbeitete und aktalisierte Version unseres Papiers vom 06.04., in das auch einige der bisherigen Kritik eingeflossen ist - Über konstruktives Feedback freuen wir uns auch weiterhin, meldet Euch einfach mit einer E-mail an uns.
Weitere Materialien rund um die Palästina-Solidemo am 13.04.2002:
Bericht vom Überfall auf eine proisraelische Veranstaltung wenige Tage vor der Demo
Aufruf und Redebeiträge zur Gegenkundgebung "Gegen den antisemitischen Terror und seine SympathisantInnen - Solidarität mit Israel!" am 13.04.2002
Weitere Informationen zu der Gegenkundgebung unter www.gegenkundgebung.de.vu
Augenzeugenbericht von der Pali-Demo, gepostet auf Indymedia [Originalbeitrag]
Diesen Bericht stützende Fotos gibt es unter www.krasse-zeiten.de
Die Erklärung der Berliner Lautigruppe, warum sie die Demo nicht unterstützen
Aufruf zur Demonstration gegen Antisemitismus und Antizionismus - Solidarität mit Israel am 14.04.2002
Ein paar sehr interessante Hintergrundtexte zum Verhältnis von Antizionismus und Antisemitismus:
Jean Amery stellte in seinem Text "Der ehrbare Antisemitismus" bereits 1969 deutlich dar, wie eng Antizionismus und Antisemitismus beieinander liegen und dass Ersterer oft nichts weiter als die nach 1945 gesellschaftlich akzeptierte Form des Zweiten ist.
Martin Kloke zeichnet in seinem Text "Zwischen Scham und Wahn - Israel und die deutsche Linke 1945-2000" die verschiedenen Phasen der Solidarisierung der deutschen Linken mit den Israelis, aber vor allem mit den PalästinenserInnen und die deutsch-linke Sichtweise auf den Nahostkonflikt von 1945 bis kurz nach Beginn der sogenannten Al-Aksa-Intifada 2000 nach.
Thomas Haury untersucht in seinem Text "Zur Logik des bundesdeutschen Antizionismus" zum einen die strukturelle Affinität des antiimperialistischen Weltbildes, als auch die inhaltliche Affinität des links-deutschen Antizionismus zum Antisemitismus.
Eine Auswahl weiterer Texte findet sich auf der Homepage von W. Fruth.